Differenzierungs- und Förderkonzept der

David-Fabricius-Schule Großefehn

 

Rechtliche Grundlagen

 

  • Die Arbeit in der Hauptschule
    RdErl. d. MK v. 27.4.2010 - 32-81 023/1 (SVBl. 6/2010 S.173) - VORIS 22410 -
  • Sonderpädagogische Förderung
    RdErl. d. MK v. 1.2.2005 - 32 - 81027 (SVBl 2/2005 S.49; ber. SVBl. 3/2005 S.135) - VORIS 22410
  • Die Arbeit in der Grundschule
    Erl. des MK vom 3.2.04 - 301 - 31020 (SVBl. Nr.3/2004 S.85), geändert durch RdErl. v. 20.7.2005 - 32-31020 (SVBl. 9/2005 S.490) - VORIS 22410 -
  • Bekanntmachung der KMK - Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Lernen
    Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 1.10.1999 (SVBl. 1/2000 S.10)

 

 

1. Allgemeine Grundsätze

 

Die Schülerinnen und Schüler der David-Fabricius-Schule weisen einen Förderbedarf in den Bereichen Lernen bzw. Geistige Entwicklung auf. Grundlagen der Förderung und Differenzierung bilden die individuellen Förderpläne (vgl. RdErl. d. MK v. 1.2.2005 - 32 - 81027 (SVBl 2/2005 S.49; ber. SVBl. 3/2005 S.135) - VORIS 22410 -

Grundlegend für die sonderpädagogische Förderung ist Vielfalt und Offenheit der Lernangebote und Lernaufgaben in differenzierter und flexibler Form. Durch die Differenzierung soll ein gemeinsames Leben und Lernen der Schulgemeinschaft ermöglicht werden, wobei jeder Schüler und jede Schülerin von den Erfahrungen in der Gemeinschaft profitiert.

 

2. Unterrichtsformen zur optimalen Differenzierung

 

Um diese Möglichkeiten effizient zu nutzen, bieten sich offene Unterrichtsformen an. Zu ihnen gehören Tages- und Wochenplanarbeit, Arbeit an Stationen, Freiarbeit, Projektunterricht und Werkstattunterricht. Dadurch ist nicht nur eine offene Unterrichtsform zur Differenzierung und Förderung gegeben, sondern es unterstützt die Selbstständigkeit, das eigenverantwortliche Handeln und die Selbstorganisation der Schülerinnen und Schüler.

 

3. Innere Differenzierung im Unterricht

 

Innere Differenzierung und individuelle Förderung im Unterricht erfolgt durch:

 

  • unterschiedliche Anforderungsbereiche und Niveaus der Anforderungen,
  • Variation des Lerntempos und Lernschritte,
  • unterschiedliche Phasen des Übens und Festigens,
  • der Aktions- und Sozialformen,
  • der Medien,
  • das Maß der Hilfen und der Unterstützung.

 

4. Fördermaterialien

 

Um den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, wird auf unterschiedliche  Fördermaterialien zurückgegriffen, die den Anforderungen nach Anschaulichkeit, Handlungsorientierung, Zugang über verschiedene Sinne, Motivationsförderung und Differenzierungsmöglichkeiten entsprechen. Für alle Fachbereiche stehen adäquate Fördermaterialien zur Verfügung.

 

5. Anforderungsbereiche

 

5.1      Anforderungsbereich 1 (Reproduktion)

 

Aufgaben des AB 1 stützen sich auf das Wiedergeben von fachspezifischen Sachverhalten aus einem abgegrenzten Gebiet und in einem gelernten Zusammenhang unter der Benutzung reproduktiver, eingeübter Arbeitstechniken. Dazu gehören:

  • Wiedergeben von grundlegendem Fachwissen unter der Verwendung der Fachbegriffe
  • Bestimmen der Art des Materials
  • Informationen aus unterschiedlichem Material entnehmen
  • verschiedene Arbeitstechniken kennen und darstellen

 

Folgende Operatoren kennzeichnen Aufgabentypen des AB 1:

 

aufzählen, benennen, beschreiben, bezeichnen, darlegen, darstellen, nennen, wiedergeben, zusammenfassen

 

5.2 Anforderungsbereich 2 (Reorganisation und Transfer)

 

Im AB 2 geht es um das selbstständige Erklären, Bearbeiten und Ordnen bekannter fachspezifischer Inhalte. Zudem sollen gelernte Inhalte und bekannte Methoden auf andere Sachverhalte angemessen angewendet werden. Dazu gehören:

 

  • erklären kategorialer, struktureller und zeitlicher Zusammenhänge
  • sinnvolles Verknüpfen politischer, ökonomischer und sozialer Sachverhalte
  • unterschiedliche Materialien analysieren
  • Sachverhalte und der sie konstituierenden Bedingungen einordnen
  • Sach- und Werturteile unterscheiden

 

Folgende Operatoren kennzeichnen Aufgabentypen des AB 2:

 

analysieren, auswerten, bestimmen, charakterisieren, einordnen, erklären, erläutern, ermitteln, erschließen, herausarbeiten, interpretieren, nachweisen, vergleichen, widerlegen

 

5.3     Anforderungsbereich 3 (Reflexion und Problemlösung)

 

Der AB 3 kennzeichnet sich durch den reflexiven Umgang mit neuen Problemstellungen, den eingesetzten Methoden und gewonnenen Erkenntnissen, um dadurch zu Folgerungen, Begründungen und Beurteilungen zu gelangen. Dazu gehören:

 

  • erörtern politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Sachverhalte und Probleme
  • Entfaltung einer strukturierten, multiperspektivischen und problembewussten Argumentation
  • Entwickeln von Hypothesen zu politologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Fragestellungen
  • Reflektieren der eigenen politischen Urteilsbildung unter zusätzlicher ethischer und normativer Kategorien

 

Folgende Operatoren kennzeichnen Aufgabentypen des AB 3:

 

begründen, beurteilen, bewerten, diskutieren, entwerfen, entwickeln, erörtern, gestalten, problematisieren, prüfen, sich auseinandersetzen, Stellung nehmen, überprüfen.

 

6. Umsetzung an der David-Fabricius-Schule

 

An der unserer Schule werden die individuellen Förderpläne regelmäßig überprüft, fortgeschrieben und aktualisiert. Dadurch ist eine individuelle Planung des Unterrichts möglich und eine optimale Förderung durch Differenzierung im Unterricht gegeben.

In die Planungen fließen u.a. die unter Punkt 2 genannten Unterrichtsformen sowie die erläuterten Anforderungsbereiche mit ein, damit jeder Schüler und jede Schülerin dort abgeholt wird, wo er bzw. sie steht.

 

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